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Welche Yoga-Art passt zu mir?

Der Entschluss steht - was nun?

„Ok, jetzt probiere ich es auch mal mit Yoga!“

Super, der Entschluss ist gefasst. Nun geht es daran herauszufinden, welche Yoga-Art zu dir passt und da fängt es auch schon an. Yoga-Arten gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. Demnach sollte doch für jede*n etwas dabei sein.

Sportliche Yoga-Stile
Sanfte Yoga-Stile
Spirituelle Yoga-Stile

Probieren geht über studieren!

Grundsätzlich rate ich dir: Probiere dich aus! Schnupper in verschiedene Stile hinein, besuch Klassen unterschiedlicher Lehrer und geh das Ganze möglichst ohne Erwartungen an. Lass die Stunde, die Energie, den Vibe des Studios auf dich wirken. Hör auf dich, auf deinen Körper, auf den Bauchgefühl. Letztlich ist es wichtig, dass du dich mit dem Stil wohlfühlst und du mit Freude bei der Sache bist.

Leidest du unter Einschränkungen – körperlicher oder mentaler Natur – wende dich bitte im Vorfeld an einen Arzt deines Vertrauens.
Yogalehrer sind keine Ärzte.

Um dir eine kleine Hilfestellung an die Hand zu geben, habe ich dir die gängigsten Yoga-Arten zusammengefasst, unterteilt in die Kategorien „sportlich“, „sanft“ und „spirituell“. Natürlich sind die Grenzen fließend und häufig hat ein Stil auch Eigenschaften aus Stilen der anderen Kategorien. Diese Übersicht dient lediglich einer ersten Orientierung. Viel Spaß beim Erkunden!

Sportliche Yoga-Arten.

Ashtanga Yoga

Bei diesem Stil handelt es sich um eine physisch sehr fordernde Praxis. Jeder Schüler übt in seiner eigenen individuellen Geschwindigkeit eine vorgegebene Abfolge, in der die Asanas für exakt 5 Atemzüge gehalten werden, während der Yogalehrer unterstützende Korrekturen durchführt. Ein hohes Tempo, kraftvolle Übungen und Sprünge machen diese Yoga-Art zu einer schweißtreibenden Herausforderung, durch die Körper und Geist gereinigt werden sollen. Wer möchte, kann hier die Chance wahrnehmen, sich und seine Grenzen unter großer Achtsamkeit zu erforschen, ohne sich dem Ego und zu großem Ehrgeiz auszuliefern. 

Jivamukti Yoga

„Liberation while living“ beschreibt die Philosophie des Jivamukti. Die Beziehung zur Umwelt soll gleichzeitig stabil und freudvoll sein. Dies gilt sowohl für die Haltung zum Yoga als auch zu allen Wesen auf dieser Erde. Die Asana-Abfolgen sind dynamisch und körperlich fordernd, werden von passender Musik begleitet und unterstützt durch Gesang, Meditation und Atemtechniken. Suchst du also nach einer intensiven Yoga-Art, bei der auch die Spiritualität nicht zu kurz kommt, bist du hier genau richtig.

Birkram / Hot Yoga

Dieser Yoga-Stil ist schon durch die (Sauna-)Raumtemperatur von 40°C und einer Luftfeuchtigkeit von 40% sehr anspruchsvoll. 26 Hatha Übungen und zwei Atemübungen führen dich durch ein wahrhaft schweißtreibendes Workout, Reinigungseffekt inklusive. Mithilfe von Spiegeln kannst du deine Ausrichtung optimal selbst kontrollieren.

Vinyasa Yoga

Beim Vinyasa Yoga fließen Atem und Bewegung im Einklang und die Gedanken finden zur Ruhe. Die Übungen greifen ineinander, sodass der Abbau einer Haltung in den Aufbau der nächsten Haltung übergeht. Die Sequenz ist hierbei logisch strukturiert. Du übst dich zeitgleich in Kraft und Ausgeglichenheit. Du wirst schwitzen, deine Kondition verbessern und deinen Muskelaufbau unterstützen.

Sanfte Yoga-Arten.

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist der Ursprung vieler Yoga-Stile und wurde zu Beginn als Ergänzung geistiger Yoga-Techniken konzipiert. „Ha“ steht für die Sonne (Kraft, Hitze) und „tha“ für den Mond (Stille, Kälte), was zeigt, dass die Hatha-Praxis den Fokus auf den Ausgleich entgegengesetzter Energien legt. In einer Hatha Yoga-Stunde wirst du ruhige, entspannte und trotzdem kraftvolle Asanas üben sowie Atem- und Reinigungsübungen, Meditation und auch Gesänge, was diese Richtung optimal für Yoga-Anfänger macht.

Iyengar Yoga

Hier findest und gewinnst du (bei regelmäßiger Praxis) Energie, Ruhe und Gelassenheit. Die Körper- und Atemübungen werden unter Einsatz von Hilfsmitteln und mit sehr präziser und individueller Anleitung geübt. Eine Iyengar-Stunde beginnt mit dem gemeinsamen Rezitieren eines Mantras, gefolgt von der körperlichen Praxis, in der die einzelnen Asanas lange gehalten und exakt, unter Einsatz der Hilfsmittel, ausgerichtet werden. Iyengar eignet sich gerade für Menschen mit körperlicher Einschränkung, denn durch die vielen Hilfsmittel kann jede*r die positiven Effekte einer Asana erfahren.

Yin Yoga

Im Gegensatz zu den bewegten und dynamischen Yang-Yoga-Stilen, werden in der ruhigen und meditativen Praxis des Yin Yoga die Asanas lange und statisch gehalten (3-7 Minuten und länger), während der Atem frei fließt. Für viele Menschen ist dies (zumindest zu Beginn) sogar eine größere Herausforderung als die schweißtreibenden Alternativen. Die Faszien, Gelenke, das Bindegewebe und die Bänder werden hier bearbeitet und mental kann hier viel losgelöst werden. Dein Geist und deine Aufmerksamkeit sind nach innen gerichtet, du hörst auf deinen Körper, bist ganz bei dir. Durch das lange Halten der Übungen gibst du deinem Körper Zeit sich langsam zu öffnen, zu lösen und nach und nach tiefer in die Asana einzutauchen.

Spirituelle Yoga-Arten.

Anusara Yoga

Fließe in Anmut deines Herzens und folge deinem inneren Flow. Basierend auf den Asanas des Hatha und Vinyasa Yoga sowie den Ausrichtungsprinzipien des Iyengar Yoga, sind die Klassen im Anusara Yoga nach dem Herzensprinzip aufgebaut. Die Übungen sind verbunden mit fließenden Übergängen und werden mit Zeit und Bedacht ausgeführt, mit dem Ziel Bewusstsein für Körper und Geist, dein Dasein und deine Stärken aufzubauen. Der Blick nach innen soll den Fokus weg von der äußeren Form in das innere Fühlen lenken.

Kundalini Yoga

Auch bekannt als „Yoga des Bewusstseins“, vereint dieser Yoga-Stil Asanas mit Entspannungstechniken. Die Arbeit mit den Energiekanälen (Nadis) und Chakren steht im Vordergrund der thematisch festgelegten Stunde. Dich erwarten ein festes Übungs-Set, das singen von Mantras und Meditation. Eine weitere Besonderheit stellt die weiße Kleidung der Yogis dar, welche die Energiearbeit positiv unterstützen soll. Wer also Lust hat, seine körperliche Praxis, die durchaus sehr herausfordernd sein kann, mit einer spirituellen Erfahrung zu verbinden, für den ist eine Kundalini-Klasse bestimmt eine interessante Erfahrung.

Neben den bereits genannten Yoga-Stilen gibt es viele weitere Yoga-Arten, wie Stand-up Paddle Yoga, AcroYoga, Lach Yoga oder auch Nackt-Yoga. Um dein Yoga zu finden, das was dir wirklich entspricht bzw. dem, was du gerade brauchst und möchtest, gibt es nur einen Weg: Ab auf die Matte und ausprobieren.

Warum Yoga mehr als nur die äußere Form ist und Yoga etwas für jede*n ist, erfährst du hier.

Lass mir gerne dein Feedback da oder ein Kommentar, mit welchem Stil du begonnen hast und ob du deinen Stil bereits gefunden hast.

Alles Liebe & Namasté

Deine Ines

Fotos © Unsplash

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